Eier – sie sind in fast allen deutschen Küche zu finden, aber laut einer neuen Studie von Mintel messen Verbraucher in Deutschland ethischen Bedingungen bei der Erzeugung dieses Lebensmittels eine große Bedeutung bei.

Laut den neuesten Forschungsergebnissen von Mintel greifen immer mehr Verbraucher im Supermarkt nach Eiern im Bio-Regal. Mehr als 44 % aller Eier und Eiprodukte, die zwischen August 2014 und Juli 2015 auf den deutschen Markt kamen, waren als biologisch erzeugt gekennzeichnet. So wird das Prädikat „Bio“ zusammen mit der Förderung des Tierwohls (z. B. Freilandhaltung), das bei fast der Hälfte (49 %) der neuen Produkte eine Rolle spielte, zum wichtigsten Argument für die Eiervermarktung in Deutschland.

Die exklusive Konsumforschung von Mintel hat außerdem ergeben, dass zwei Drittel (67 %) der deutschen Käufer von Fleisch, Meeresfrüchten und Geflügel glauben, dass ein angemessener Schutz des Tierwohls beim Kauf dieser drei Produktkategorien ein wichtiges Qualitätskriterium darstellt, während für ein Drittel (32 %) dieser Verbraucher Bio-Qualität ein wichtiger Faktor bei der Kaufentscheidung ist.

Katya Witham, Senior Food and Drink Analyst Germany bei Mintel:

„Die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln steigt so schnell, dass die Landwirte und die verarbeitende Industrie in Deutschland kaum hinterherkommen. Ähnlich wie viele andere Bereiche der Bio-Branche wächst der deutsche Markt für Bio-Eier, und immer mehr landwirtschaftliche Betriebe steigern die Produktion aus Bio- und Freilandhaltung. Bio-Eier findet man längst nicht mehr nur auf Bauernmärkten und in Reformhäusern, sondern sie sind recht schnell Teil des etablierten Lebensmitteleinzelhandels in Deutschland geworden.“

Auch die Nachfrage nach gentechnikfreien Eiern nimmt in Deutschland zu. Die Vorbehalte der Verbraucher gegenüber gentechnisch veränderten Lebensmitteln zwingen die Fleisch-, Milch- und Eierindustrie, Produkte aus gentechnikfreier Tierhaltung anzubieten. In den letzten beiden Jahren hat der Anteil von gentechnikfreien Eiern und Eiprodukten in Deutschland deutlich zugenommen, und etwa 23 % der in den letzten zwölf Monaten neu herausgebrachten Produkte sind als gentechnikfrei gekennzeichnet worden, das sind mehr als doppelt so viele wie im Jahr 2014.

„Um mehr Transparenz für die Verbraucher zu schaffen, hat Deutschland 2008 das Label ‚ohne Gentechnik‘ für gentechnikfreie Lebensmittel eingeführt. Obwohl diese Kennzeichnung nicht verpflichtend ist, wird sie von immer mehr deutschen Lebensmittel- und Getränkeherstellern verwendet, um die Verbraucher von der Qualität und Sicherheit ihrer Produkte zu überzeugen –die Erzeuger von Eiern und Eiprodukten bilden hier natürlich keine Ausnahme.

Angesichts der extrem negativen Einstellung der deutschen Konsumenten gegenüber gentechnisch veränderten Lebensmitteln ist davon auszugehen, dass in Deutschland künftig immer mehr Eierproduzenten ihre Waren als gentechnikfrei kennzeichnen werden“, so Witham.

Pressemuster der Forschung und Interviews mit Food und Drink Analystin Katya Witham stehen auf Nachfrage zur Verfügung.

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