Obwohl die Osterzeit jedes Jahr neue Schokoladeninnovationen mit sich bringt, war dieses Jahr von besonderer Kreativität gezeichnet. Laut der Mintel Global New Products Database (GNPD) stiegen Schokoladenneueinführungen für Ostern über das letzte Jahr* um 23 Prozent an.

Weltweit führend in der Osterschokoladeninnovation ist Brasilien, wo im Jahr 2017 elf Prozent der weltweiten Innovationen in dieser Kategorie eingeführt wurden. Aber auch Deutschland ist kreativ – zusammen mit Südafrika und Großbritannien teilt sich die Bundesrepublik den zweiten Platz (jeweils mit einem Anteil von zehn Prozent), gefolgt von Frankreich mit einem Anteil von neun Prozent.

Im Jahr 2017 wurde zudem fast ein Viertel (23 Prozent) der weltweiten Schokoladeneinführungen “saisonbedingt” eingeführt, also speziell für Weihnachten, Ostern, Valentinstag oder Halloween. Deutschland liegt bei Schokoladeninnovation generell vorn und teil sich Platz eins mit den USA. Beide Länder hatten 2017 mit einem Anteil von acht Prozent an den weltweiten Neueinführungen von Schokoladenprodukten. Andere innovative Märkte für Schokolade sind zudem Frankreich auf Platz drei (sieben Prozent), gefolgt von Großbritannien (fünf Prozent) und Brasilien (vier Prozent).

Marcia Mogelonsky, Director of Insight, Mintel Food and Drink, kommentiert:

Ostern ist einer dieser besonderen Anlässe, bei denen Verbraucher Schokolade ohne schlechtes Gewissen genießen können. Der Feiertag bringt eine Vielzahl von Innovationen im Süßwarenbereich mit sich, da Verbraucher kreative und neuartige Produkte fordern. In Deutschland, zum Beispiel, spiegelt vermehrte Einführung von veganen Osterhasen und Eiern die wachsende Beliebtheit der pflanzlichen Ernährung wider. In Großbritannien andererseits wurden Schokoladeneier mit Biergeschmack, die in den letzten Jahren in Mode gekommen waren, von neuen Alternativen wie Gin-Tonic-Ostereiern abgelöst.

Obwohl Schokolade ihren Reiz noch lange nicht verloren hat, scheint es, als würden viele Verbraucher ihre Schokolade heute in Maßen genießen. Laut der Mintel Global New Products Database (GNPD) sind die weltweiten Markteinführungen von Schokoladenprodukten, die als “Bitesize” vermarktet werden, in den letzten fünf Jahren um 50 Prozent gestiegen. Ein fast ebenso großes Wachstum haben Schokoladenprodukte, die als “Thins” bezeichnet werden erlebt, mit 48 Prozent Wachstum im gleichen Zeitraum.

Mit der steigenden Beliebtheit der kleineren Formate verlieren Verbraucher den Appetit auf “Diät” Versionen von Süßigkeiten (wie zum Beispiel zuckerreduzierte oder fettarme Schokolade). Die Zahl der Einführung von Schokoladenprodukten, die als “light” vermarktet werden, fiel zwischen 2012 und 2017 um 22 Prozent.

Das Wachstum von ‘bitesize’ Schokoladenformaten weist darauf hin, dass Verbraucher verantwortlich genießen wollen. 100-Kalorien-Packungen oder Diätsüßigkeiten verlieren an Reiz, da Verbraucher nicht mehr an “Kalorien zählen” glauben. “Bitesize” Schokolade ermöglicht es Verbrauchern sich zu mäßigen aber trotzdem zu genießen.” schließt Marcia.

* März 2017 – Februar 2018

Diese Untersuchung ist auf Mintel’s Datenbank weltweiter Produktneueinführungen (GNPD) und Mintel’s Verbraucherumfragen basiert. Pressemuster der Untersuchungund Interviews mit Marcia Mogelonsky, Director of Insight, Mintel Food and Drink, stehen auf Nachfrage zur Verfügung.

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