Ein Aperitif soll den Gaumen wecken und den Magen auf ein elegantes Abendessen einstimmen. Ein traditioneller Aperitif kann hierbei sowohl ein Kräuterlikör, Vermut, gespitzter Wein, Prosecco, Weißwein oder ein Glas Bier sein.

Typischerweise wird ein Aperitif mit leichten Appetithappen serviert. Diese Appetithäppchen können ganz verschieden ausfallen, von ausgefallenen Amuse Bouches zu ‚ready to eat‘ Snacks wie Brezeln, Chips oder Nüssen. Für einen Aperitif zu Hause können im Supermarkt gekaufte salzige Snacks einen einfachen aber wirkungsvollen geschmacklichen Kontrast zu dem alkoholischen Aperitif bieten und einige Hersteller vermarkten ihre Produkte spezifisch als Appetithappen. Manche Marken geben sogar Tipps bezüglich der idealen Snack und Aperitif Kombination für den fraglichen Snack auf der Packung, was es dem Gastgeber erleichtert den Aperitif mit den idealen Häppchen zu servieren.

Italiener und Franzosen verlieren das Interesse an salzigen Aperitif Snacks

Obwohl sie für Ihre Begeisterung für die Aperitifkultur bekannt sind, scheinen Italiener und Franzosen sich den herzhaften Snacks für den Aperitif abzuwenden. Im Jahr 2012 gaben 83% der Franzosen und 55% der Italiener an, salzige Snacks mit ihrem Aperitif zu essen. Im Jahr 2017 allerdings waren es nur noch 69% der Franzosen und 43% der Italiener, die das gleiche angaben.

Es ist nicht eindeutig, ob Verbraucher dem Aperitif im allgemeinen abschwören, oder ob sie sich nur den entsprechenden Snacks entziehen. Eine weiteres Szenario wäre es, dass die traditionellen Snacks von Verbrauchern mit gesünderen Alternativen ersetzt werden.

2016 waren es etwa 40% der italienischen und französischen Verbraucher die ihre Bereitschaft attestierten, ihren Lebenswandel und ihre Ernährung zu ändern um gesünder zu leben. Salzige Snacks mir gesünderen Alternativen u ersetzen könnte eine dieser Ernährungsumstellung sein.

Aperitif braucht mehr als nur salzige Snacks

Die überdauernde Beliebtheit des Aperitifs vor dem Abendessen ist ein klares Indiz, dass es nicht die Tradition ist, von der sich Verbraucher abwenden, sondern die obligatorischen Häppchen. Der Aperitif ist so verwurzelt im Lebensstil der Franzosen und Italiener, dass die Länder in Rivalität liegen bezüglich des besten Aperitifgetränks (Aperol Spritz in Italien und Lillet in Frankreich), des besten Aperitif Nachtklubs und der besten Aperitifmusik.
Anstelle der herzhaften Knabbereien sind Aperitifliebhaber vermutlich auf der Suche nach gesünderen Alternativen, und Hersteller in Frankreich wie Italien haben einige gesunde Knabbereien auf den markt gebracht die mit dem Label ‚Aperitifgeeignet‘ versehen sind. Einige dieser gesunden Optionen sind Käse, Gemüsestreifen und Toast, die von Herstellern als gesunde alternativen vermarktet werden.

Marcia Mogelonsky ist seit 2000 bei Mintel und arbeitet als Director of Insight, Food & Drink. Ihre Expertise gilt besonders einer Reihe von Kategorien in der Süßigkeiten und Snackbranche. In der Vergangenheit hat Marcia ihre eigene Beratungsfirma geleitet, die sich auf Verbraucherverhalten und Produktinnovation in einer Reihe von Industrien konzentriert hat.

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