Nach den etwas kälteren und stürmischeren Tagen kehrt der Sommer diese Woche endlich wieder zurück. Auch nach dem Hitzerekord im Juni gilt dabei stets: Sonnenschutz muss sein! Laut einer Studie des britischen Marktforschungsunternehmens Mintel herrscht bei diesem Thema allerdings immer noch Unklarheit, weswegen jeder Zweite (48 Prozent der deutschen Verbraucher*) von den Herstellern mehr Informationen über die richtige Anwendung ihrer Sonnenpflegeprodukte fordert.

Verwirrung über die richtige Anwendung von Sonnenschutz

Obwohl vier von zehn Deutschen (38 Prozent) Sonnenschutzprodukte als bestes Mittel gegen das Auftreten von Alterungsanzeichen erachten, findet über die Hälfte der deutschen Verbraucher (53 Prozent) es schwierig einzuschätzen, ab wann man Sonnenschutz nachcremen sollte. Vor allem Jüngere zwischen 16 und 24 Jahren tun sich schwer daran, die richtige Sonnencreme auszuwählen: 44 Prozent dieser Altersklasse ist beispielsweise nicht klar, welchen Lichtschutzfaktor (LSF) sie in bestimmten Wetterkonditionen verwenden sollten, und sogar knapp ein Fünftel (18 Prozent) gibt sich mit den in Hautpflege und Kosmetika enthaltenen LSF zufrieden. Unsicherheit gibt es auch gegenüber After-Sun-Artikeln, welche die Haut nach dem Sonnenbaden pflegen und kühlen sollen. So sagt jeder Vierte, dass diese Produkte genauso gut wirken wie normale Feuchtigkeitscremes.

Alex Fisher, Associate Director für Beauty & Personal Care bei Mintel, erklärt: „Wir alle wissen, wie wichtig es ist, regelmäßig Sonnencreme aufzutragen, besonders nach dem Baden. Allerdings kann dies leicht vergessen werden. Besonders jüngere Verbraucher sind beim Thema Sonnenschutz etwas nachlässiger – eventuell liegt dies daran, dass sich jüngere Haut besser regeneriert und langfristige Sonnenschäden noch nicht sichtbar werden.”

Nachhaltige Sonnenpflege

Seit einigen Jahren wird auch das Thema Nachhaltigkeit in Sonnenpflege immer wichtiger. Filtersubstanzen wie Octocrylene, Octinoxate und Oxybenzon werden etwa für das Ausbleichen von Korallen verantwortlich gemacht. Europaweit beinhalteten 59 Prozent der im letzten Jahr lancierten Sonnenprodukte Octocrylene, gefolgt von Octinoxat (enthalten in 23 Prozent aller Produkteinführungen in dieser Kategorie) und Oxybenzon (7,7 Prozent). Ein möglicher Ausweicher wären beispielsweise Sonnencremes mit mineralischen UV-Filtern wie Zinkoxid. Dieser Inhaltsstoff wird vor allem in der Bundesrepublik immer beliebter. War er 2015 in gerade einmal knapp 2 Prozent aller deutschen Neueinführungen enthalten, stieg der Anteil dieser Produkte in 2018 auf 15 Prozent.

„Nachhaltigkeit hat auch beim Thema Sonnenschutz Einzug gehalten, und das nicht nur in Hinblick auf Plastik. Das Korallensterben hat frühe Warnsignale gesetzt, die einige Marken zum Nachdenken angeregt haben. Einige Hersteller haben zum Beispiel chemische durch mineralische Sonnenschutzfilter ersetzt, um ihre Produkte „Riff-freundlich“ zu gestalten,“ fügt Alex Fisher hinzu.

* Basis: 2000 Deutsche Internetnutzer 16+ Jahren, März 2019

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