Durch frühzeitige und präzise Analysen wuchs Mintel während der letzten Dekade zu einer der weltweit führendsten Agenturen für Market Intelligence heran. In unserer neuen Serie „Mintel Prognosen“ werfen wir einen Blick auf einige Trends, die wir in den letzten fünfzehn Jahren angekündigt haben, und erörtern, wie sich diese im Laufe der Zeit entwickelt haben.

Bereits vor zehn Jahren haben wir einen Trend zu pflanzlichen Lebensmitteln und Getränken vorhergesagt und frühzeitig Entwicklungsprognosen erstellt. Auch wenn es in der westlichen Hemisphäre so scheint, als hätte das aktuelle Interesse an veganer und vegetarischer Ernährung rasant zugenommen, handelt es sich doch um einen sukzessiven Prozess. In diesem Artikel werfen wir daher einen chronologischen Blick auf unsere Recherchearbeiten in Bezug auf die „grüne Revolution“ und wie sich diese im Laufe der Zeit weiterentwickelt hat.

Und am Anfang war… die Sojamilch

Noch im Jahr 2010 hatte Mintel den Anstieg von Pflanzen-Drinks, vor allem aber von Sojamilch, als Vorbote des sich entwickelnden Trends zur veganen und vegetarischen Ernährung in den USA identifiziert. Damals sahen wir in dem starken Anstieg an pflanzlichen Milchalternativen bei Eigenmarken einen Indikator für das zukünftige Wachstumspotenzial dieser Kategorie und wiesen darauf hin, dass Handelsmarken insbesondere für neue Pflanzenmilch-Hersteller große Konkurrenz darstellen.

Gemüse ist unser Fleisch

Im Jahr 2015 erkannte Mintel die Zunahme pflanzlicher Fleischalternativen. Basierend auf unseren Forschungsergebnissen waren wir uns sicher, dass pflanzliches Protein die Zukunftsoption für Verbraucher ist, die sich gesünder ernähren und gleichzeitig eine nachhaltigere Lebensmittelproduktion unterstützen wollen. In weiteren 2015 und 2016 veröffentlichten Reports verfolgten wir die stetig wachsende Anzahl an pflanzenbasierten Produkten innerhalb der Fleisch- und Molkerei-Industrie, die diese Prognosen stützten.

Von der Nische zum Mainstream

Seit 2016 nahm der Trend zu alternativen bzw. pflanzlichen Proteinquellen stetig an Fahrt auf. Mit Burger-Alternativen wie Beyond Meat sind vegane Patties gesellschaftsfähig geworden und mittlerweile sogar bei Fast-Food-Ketten wie McDonald’s oder KFC erhältlich. Auch in der Milchindustrie sind alternative Produkte auf Pflanzenbasis längst keine Außenseiter mehr. Milchfreie Eiscreme und Joghurts, die zunächst nur auf Soja basierten, werden nun beispielsweise aus Mandeln oder Hafer gewonnen. Dieses vielfältige Angebot an Milchalternativen spricht vor allem jene Verbraucher an, die Kuhmilch aus verschiedenen Gründen vermeiden.

Was ist in Zukunft zu erwarten?

Mintel verfolgt das globale Wachstum von vegetarischen und veganen Produkten in der gesamten Lebensmittelindustrie. Dabei liegt der Fokus auf den Kategorien, in denen traditionell Produkte aus tierischen Eiweißen dominieren. Beispielsweise wiesen Forschungsergebnisse von Mintel 2016 den steigenden Anteil von veganem Schokoladenkonfekt, und 2018 schließlich vegane „Meeresfrüchte“, die vor einigen Jahren wahrscheinlich als reine Science-Fiction durchgegangen wären.

Bei Mintel blicken wir jedoch auch in die entgegengesetzte Richtung: Ist es möglich, dass es bald eine Rückbesinnung auf Fleisch- und Molkereiprodukte gibt? In 2008 berichteten wir erstmals von den „Ethicureans“, also denjenigen Verbrauchern, die Fleisch nur unter der Bedingung essen, wenn es aus einem bio-zertifizierten, lokalen Betrieb mit artgerechter Tierhaltung stammt. Daraus ergibt sich die Frage, inwiefern die Molkerei- und Fleischindustrien einen ethischen Wandel erleben werden und ob dieser den Konsum von Fleisch- und Milchwaren wieder stärker ankurbeln könnte.

Verbrauchertrends

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