Anlässlich des Internationalen Frauentags haben unsere globalen Mintel-Analystinnen jeweils eine Frau in ihrer Branche ausgewählt, die das diesjährige Motto „Choose to Challenge“ verkörpert.

Magda Kubit, Geschäftsführerin von Magda Plant-based

Honorata Jarocka, Senior Food and Drink Analyst (Polen)

>Das von Magdalena Kubit geleitete Unternehmen Magda Plant-based ist in der polnischen Bergregion angesiedelt und hat sich zum Ziel gesetzt, die vegane Ernährung zu einer inklusiveren Bewegung zu machen. Im Jahre 1991 als Molkereibetrieb von Magdalenas Vater gegründet, hat sie das Unternehmen durch ihre Liebe zur Natur und ihrem Umwelt- und Gesundheitsbewusstsein seit ihrem Eintritt in 2015 in eine neue, pflanzenbasierte Richtung gelenkt.

So führte Magdalena Ende 2017 den PlantOn Kokosnussjoghurt ein, der schnell eine treue Fangemeinschaft gefunden hat.  Ihr Unternehmen hat es sich zur Aufgabe gemacht, einen gesunden Lebensstil im Einklang mit der Natur zu fördern – und das mit leckeren Produkten auf Pflanzenbasis, die nicht nur lecker, sondern auch erschwinglich sind. Diese Firmenphilosophie hat es ermöglicht, nicht nur Veganer, sondern auch andere Interessierte wie z. B. Menschen mit Laktoseintoleranz zu erreichen. Mitte 2020 gab die Firma schließlich bekannt, nur noch pflanzenbasierte Produkte zu vertreiben – ein starker Schritt für Magdalena Kubit. Dank ihrer klaren Vision und ihrer Leidenschaft, etwas in der Milchwirtschaft zu bewegen, ist Magdalena eine starke Pionierin und Vorbild für andere polnische Unternehmerinnen, die auf den Vegan-Trend aufspringen wollen und in der traditionellen polnischen Küche, die für ihre fleischlastigen Gerichte bekannt ist, neue Impulse zu setzen.

Sharon Chuter, Gründerin von UOMA Beauty

Roshida Khanom, Category Director – Beauty & Personal Care (Großbritannien)

„Diversity“ ist in den letzten Jahren regelrecht zum Buzzword geworden. Eine Frau, die dabei wirklich an vorderster Front für mehr gesellschaftliche Inklusivität kämpft und sicherstellen will, dass das Thema kein flüchtiger Trend bleibt, ist die UOMA Beautys Gründerin Sharon Chuter.

Letzten Sommer startete Sharon di beiden Kampagnen „Pull Up For Change“ und #PullUpOrShutUp, mithilfe derer sie Beauty-Marken aufforderte, die Anzahl ihrer Schwarzen Mitarbeiter*innen offenzulegen, einschließlich derer auf Unternehmens- und Führungsebene. Obgleich die Verwendung von Hashtags wie #BlackLivesMatter die Aufmerksamkeit auf das Problem der Ungleichheit lenkt, reicht dies allein selbstverständlich nicht aus, um wirklich etwas zu verändern. Sharons Kampagnen riefen Unternehmen dazu auf, von innen heraus mehr Verantwortung zu übernehmen. Innerhalb der ersten 72 Stunden nach Kampagnen-Launch enthüllten eine Vielzahl von Kosmetikfirmen und Einzelhändlern wie L’Oréal und Kylie Cosmetics ihre Statistiken.  Andere wiederum versprachen, sich zu bessern und sich dem Thema betriebsintern stärker anzunehmen.

Als Woman of Colour sind Sharon rassistische Vorurteile nicht fremd; schließlich musste sie als Gründerin einer Kosmetikfirma viele Barrieren überwinden. UOMA kommt übrigens aus der Sprache der Igbo, einem Volk im Südwesten Nigerias, und bedeutet „wunderschön“. Die Make-up-Reihe „Say What?!“ der Marke zielt auf die spezifischen Hautprobleme verschiedener Hautfarben ab, während die Lippenstifte der „Badass Icon Matte“-Reihe die Namen einflussreicher Schwarzer Frauen tragen.

Djamila Ribeiro, Sozialaktivistin (Brasilien)

Amanda Caridad Amanda Caridad, Mintel Senior Beauty & Personal Care Analyst (Brésil)

Angesichts der sozialen Bewegungen, die während der COVID-19-Pandemie an Stärke gewonnen haben, müssen brasilianische Kosmetik- und Körperpflegemarken endlich die bisher vernachlässigten People of Colour im ethnisch vielfältigen Brasilien ansprechen. Mintels Trendtreiber „Identität“ und der ihm zugrundeliegenden Aspekt „Herkunft“ weisen darauf hin, dass Verbraucher ihr kulturelles Erbe als einen wichtigen Teil des Ausdrucks ihrer Identität in der Gesellschaft sehen. In Zusammenarbeit  mit der brasilianischen Sozialaktivistin, Schriftstellerin und Philosophin Djamila Ribeiro hat die Marke O Boticário vergangenen November eine Miniserie namens „How to be antiracist“ veröffentlicht. Angeknüpft an ihre Bestseller „Little Antiracist Book“ (2019), „Who’s Afraid of Black Feminism“ (2018) und „What is Locus of Speech“ (2017) spricht Djamila in der vierteiligen Serie über strukturellen Rassismus und White Privilege.

Djamila ist derzeit Mitherausgeberin des Wochenmagazins Carta Capital und Kolumnistin für die Zeitung Folha de Sao Paulo. Im Jahr 2019 wurde Djamila mit den Prince Claus Awards ausgezeichnet, einem niederländischen Fonds, der 1996 gegründet wurde und Künstler, kritische Denker und kulturelle Organisationen unterstützt, die im kulturellen Bereich und der sozialen Entwicklung innovativ tätig sind. Außerdem wurde sie 2021 von Forbes unter den 20 erfolgreichen Frauen Brasiliens aufgeführt.

Rina Ishii, Gründerin von Nagi and CEO von BLAST Inc.

Reiko Hasegawa, Senior Beauty and Personal Care Analyst (Japan)

Rina Ishii ist eine der vielen jungen Unternehmerinnen in Japan, die sich aktiv für die Emanzipation der Frauen einsetzt. Nachdem sie 2018 die feministische Plattform BLAST und die Periodenunterwäschemarke Nagi ins Leben gerufen hat, wurde die 31-Jährige  im darauffolgenden Jahr von Forbes in die „30 Under 30“ Liste (in der Kategorie Influencer) aufgenommen.

Die erste Charge der Nagi-Kollektion war bereits in der ersten Woche ausverkauft und macht das Mitführen von Menstruationsprodukten überflüssig. Mit stilvollen Designs und Farboptionen spricht die Kollektion auch umweltbewusste Verbraucher an, die nach Möglichkeiten suchen, Abfall zu reduzieren. Die in Japan hergestellte, hochwertige Unterwäsche bietet eine hohe Saugfähigkeit und einen hohen Tragekomfort sowie eine deodorierende und antibakterielle Wirkung. Obwohl die Marke noch eine Nische auf dem Markt ist, hat sie einen vielversprechenden Start hingelegt und bewiesen, dass Menstruationsunterwäsche eine nachhaltige Alternative zu Slipeinlagen, Binden und Tampons sein kann. Zudem zelebriert die Marke die schönen Formen aller Frauen – und das auch in ihren Werbekampagnen.

Wenn es um die Gleichstellung der Geschlechter geht, liegt Japan weit hinter anderen Ländern zurück. Im Bericht des Weltwirtschaftsforums für das Jahr 2020 ist Japan auf Platz 121 der weltweiten Rangliste von 153 Ländern in Bezug auf die Geschlechterparität zurückgefallen. Dank Aktivistinnen wie Rina, die sich für Gleichberechtigung einsetzen, glauben wir, dass es zu positiven Veränderungen für die jetzige und die kommende Generationen kommen wird.

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