Der Markt für in Flaschen abgefülltes Wasser befindet sich im Wandel. Laut der amerikanischen Mintel-Studie zu stillem und kohlensäurehaltigem Wasser machen sich US-Verbraucher kaum Sorgen um den Umwelteinfluss von Kunststoffflaschen: So würden fast vier von zehn Konsumenten nicht mehr Geld für umweltfreundliche Flaschen ausgeben. Doch auch in Deutschland schaut sich über die Hälfte der Käufer nicht aktiv nach recycelbaren Verpackungen um. Die Umweltauswirkungen von Einweg-Plastik stellt jedoch eine existenzielle Bedrohung für die Branche dar.

Einig sind sich ein Drittel der Deutschen, dass abgefülltes Wasser Haupt-Übeltäter für Kunststoffmüll ist. Die Verunglimpfung der Plastikflaschen birgt wiederum neues Potenzial, bei Flaschenwasser auch auf alternative Materialien wie etwa Aluminium zu setzen.

Die Vorteile von Aluminium

Aluminiumdosen bieten im Vergleich zu Plastik eine Reihe attraktiver Vorteile, sind sie doch recht leicht und gleichzeitig relativ robust. Viele Verbraucher wissen noch recht wenig von den Vorzügen von Aluminiumverpackungen. Da die Dose in anderen Kategorien schon länger auf dem Markt ist, sind sich die Menschen den Umweltvorteilen des Materials nicht zwingend bewusst. Das zeigt sich auch in Deutschland, wo bisher nur knapp jeder Zehnte Interesse an Wasser in Aluminiumdosen zeigt. Mineralwasserfirmen und Verpackungshersteller müssen daher den Dialog mit den Verbrauchern suchen und sie über den Nutzen des Leichtmetalls aufklären.

Aluminium nimmt Fahrt auf

Firmen haben bereits damit begonnen, den Umweltnutzen von Aluminium hervorzuheben. Im Zuge einer Werbekampagne für die Wassermarke Mananalu rückte Games-of-Thrones-Schauspieler Jason Momoa im April 2019 seiner Gesichtsbehaarung zu Leibe, um sich für recycelbares Aluminium stark zu machen. Auch globale Getränke-Marktführer sehen in Dosenwasser Marktpotenzial – so gab PepsiCo bekannt, die Marke Aquafina Anfang 2020 in Aluminiumdosen testen zu wollen.

Neben Aluminium experimentieren Firmen auch mit anderen nachhaltigen Verpackungslösungen. Beinahe jeder größere Getränkehersteller hat versprochen, stärker auf rPET, das aus recycelten PET-Flaschen hergestellt wird, zurückzugreifen.

Einen weiteren interessanten Lösungsansatz stellen Nachfüll-Möglichkeiten dar. Globale Unternehmen wie Coca-Cola und PepsiCo haben für ihre Marken Dasani und Aquafina beispielsweise Nachfüllstationen geschaffen, an denen Verbraucher zusätzlich Kohlensäure und weitere Geschmacksrichtungen auswählen können.

Fazit

Neben den zahlreichen Vorteilen muss bei Aluminium allerdings auch beachtet werden, dass es sich bei der Verarbeitung vom Rohstoff zu gebrauchsfähigen Materialien um einen sehr energieintensiven Prozess handelt. Dennoch bietet sich das Leichtmetall als interessante Verpackungsalternative zu Kunststoff an.

Da die sogenannte Gen Z nun das arbeitsfähige Alter erreicht und somit ihr verfügbares Einkommen steigt, erwarten wir, dass das Interesse an umweltfreundlichen Getränkeverpackungen in Zukunft weiter zunehmen wird. Dementsprechend müssen Wassermarken handeln, um auf die Bedürfnisse der Verbraucher entsprechend zu reagieren und konkurrenzfähig zu bleiben.

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