Unter europäischen Verbrauchern in Europa ist das Bewusstsein über die potentiellen gesundheitlichen Folgen von künstlichen Aromen und Farbstoffen in den letzten Jahren stark gestiegen, was den europäischen Energy-Drinks Markt zunehmend unter Druck setzt. In der Tat hat eine neue Untersuchung von Mintel ergeben, dass als Naturprodukte positionierte Energy-Drinks in Europa an Beliebtheit gewonnen haben. Die größte Nachfrage geht dabei von den jüngsten und ältesten Verbrauchern aus.

Laut der Untersuchung wünscht sich über die Hälfte (53 %) der deutschen Verbraucher eine größere Auswahl an Energy-Drinks mit natürlichen Aromen und Farbstoffen. Vier von zehn (41 %) Befragten geben sogar an, dass sie bereit seien, mehr Geld für Energy-Drinks zu zahlen, in denen ausschließlich natürliche Energielieferanten enthalten sind. Auf anderen europäischen Märkten gestaltet sich die Situation ähnlich: 54 % der italienischen und spanischen Verbraucher und 61 % der polnischen Verbraucher geben an, dass sie sich mehr Energy-Drinks mit natürlichen Inhaltsstoffen wünschen.

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Und es zeigt sich, dass besonders Verbraucher im Alter zwischen 16 und 24 Jahren sowie die Altersgruppe 55 und älter die Nachfrage nach Energy-Drinks mit natürlichen Aromen nach oben treiben. In diesen Altersgruppen würden etwa sechs von zehn deutschen Verbrauchern Energy-Drinks mit mehr natürlichen Aromen und Farben begrüßen (61 % der Verbraucher im Alter zwischen 16-24 und 60 % der 55+ Verbraucher). In Italien ist der Anteil sogar noch höher; beinahe sieben von zehn (68 %) italienischen Verbrauchern in der Altersgruppe 55 und älter geben an, dass sie Interesse an natürlichen Energy-Drinks haben.

Diese Entwicklung kann man auch an den Produkten ablesen, die in den vergangenen Jahren auf den europäischen Markt gebracht wurden. Letztes Jahr warb bereits einer von vier (24 %) Energy-Drinks, die in Europa neu auf den Markt kamen, damit, „natürlich“ zu sein; im Jahr 2012 lag diese Zahl noch bei einem von fünf (17 %) Produkten dieser Kategorie.

Der Markt für Energy-Drinks ist einer der am schnellsten wachsenden Getränkemärkte in Europa. Letztes Jahr konsumierten die Westeuropäer* etwa 1,3 Milliarden Liter an Energy-Drinks; dabei ging mehr als die Hälfte des Verbrauchs vom Vereinigten Königreich (545 Millionen Liter) und Deutschland (262 Millionen Liter) aus. Diese Zahl soll um weitere 38 % steigen; Mintel prognostiziert, dass Westeuropäer im Jahr 2019 etwa 1,8 Milliarden Liter Energy-Drinks konsumieren werden.

Julia Buech, Senior Food & Drink Analyst bei Mintel, sagt:

„Auch wenn traditionelle Marken weiterhin den Markt für Energy-Drinks dominieren, haben natürlicher aufgestellte Alternativen in den vergangenen Jahren in Europa an Boden gewonnen. Da alle Altersgruppen an natürlichen Inhaltsstoffen interessiert sind, bedeutet dies, dass ganzheitlichere Energy-Drinks ältere Verbraucher ansprechen, ohne die wichtigen jüngeren demografischen Gruppen zu verprellen“.

Die Untersuchung von Mintel zeigt auch einen Trend zu den sogenannten „Energy-Hybriden“ auf, die sich authentische Geschmacksprofile alltäglicherer Getränkekategorien zunutze machen. Insbesondere auf Tee basierende Energy-Drinks stellen für den gesundheitsbewussten Verbraucher einen großen Reiz dar. Vier von zehn (42 %) deutschen Verbrauchern geben an, sie würden eine größere Auswahl an Energy-Drinks mit Tee als Koffeinquelle begrüßen. In Italien und Polen ist das Interesse sogar noch höher, dort stimmt beinahe die Hälfte der Befragten zu: 47 % Italien und 49 % in Polen.

Insbesondere in Deutschland ist es zu einem beträchtlichen Anstieg an Getränken mit natürlichen, pflanzenbasierten Energiequellen wie Koffein aus Tee oder Yerba Mate gekommen. In den ersten acht Monaten des Jahres 2015 enthielt einer von sieben (15 %) auf den Markt gebrachten Energy-Drinks diese Inhaltsstoffe; im gleichen Zeitraum des Jahres 2014 lag diese Zahl noch bei einem von 20 (5 %).

Darüber hinaus genießt mehr als ein Drittel (35 %) der deutschen Verbraucher Energy-Drinks für gewöhnlich zu Hause; der Konsum unterwegs (30 %) und auf der Arbeit oder an Orten zum Lernen (16 %) spielt eine untergeordnete Rolle. Dasselbe trifft auch auf andere Länder in Europa zu, wo 31 % der spanischen, 23 % der italienischen und 25 % der polnischen Verbraucher Energy-Drinks zu Hause trinken.

„Verbraucher wollen zunehmend Energy Drinks im Rahmen ihres Alltags geniessen, um den benötigten Energiekick zu erhalten, ohne dabei ihren Lebensstil groß verändern zu müssen. Es sollte zur Kenntnis genommen werden, dass Energy-Drinks, obgleich sie oftmals als das ultimative Produkt für einen aktiven Lebensstil beworben werden, tatsächlich – wie Tee – primär zu Hause konsumiert werden. Energy-Drinks, die sehr gesunde Inhaltsstoffe wie Tee verwenden, haben das Potenzial, den alltäglichen Reiz dieses Sektors zu erhöhen. Damit könnten Hersteller den Konsum bei bestehenden Verbrauchern erhöhen und zugleich eine breitere Zielgruppe erreichen“, fasst Buech zusammen.

*bezieht sich auf das gesamte Marktvolumen in den folgenden Ländern: Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Italien, Niederlanden, Norwegen, Österreich, Portugal, Spanien, Schweden, Schweiz und Türkei.

Alle in dieser Presseveröffentlichung verwendeten Verbraucherdaten basieren auf 2,000 Internetnutzern im Alter von 16+ Jahren.

Pressemuster der Forschung und Interviews mit Senior Food und Drink Analystin Julia Buech stehen auf Nachfrage zur Verfügung.

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