ekey ist ein deutsches Startup-Unternehmen, das Türschlösser biometrisch ausstatten möchte.

Plan des Unternehmens ist es, jedes „Smart-Home“ (Häuser und Wohnungen, in denen automatisierte und ferngesteuerte Technik zum Einsatz kommen) mit biometrischen Schlössern auszustatten, d.h. Türschlösser können nur mit dem Fingerabdruck von Personen entriegelt werden, denen zuvor die Berechtigung erteilt wurde, das Haus zu betreten. Der Fingerabdrucksensor würde es den Bewohnern ermöglichen, etwa bei Heizung und Licht spezifische Einstellungen gemäß ihren Vorlieben vorzunehmen; diese würden sich dann automatisch einschalten – dadurch lässt sich nicht nur die Tür schneller und einfacher öffnen: Das automatisierte Heim wird außerdem hocheffizient.

KLÜGERE, SCHNELLERE UND BESSERE HÄUSER UND WOHNUNGEN

Laut FutureZoors werden allein in Deutschland jährlich 1,4 Millionen Türen hergestellt; 840.000 davon werden aus Materialien gefertigt, die eine Installation der biometrischen Sensoren von ekey ermöglichen würden. Mintel Market Sizes prognostiziert, dass die Zahl der deutschen Breitbandkunden im Jahr 2015 auf 95,4 Millionen ansteigen wird – das bedeutet, dass ein hoher prozentualer Anteil der deutschen Haushalte über die Netzwerkinfrastruktur verfügt, um Wohnungen und Häuser in Smart-Homes umzurüsten.

So haben Danalock in Deutschland bereits „smarte Haustürschlösser“ auf den Markt gebracht, die mit einer Smartphone-App verlinkt sind, und die Schlösser damit fit für das 21. Jahrhundert gemacht. In den USA werben seit einiger Zeit Unternehmen wie August, Kwikset Kevo und Lockitron  intensiv für smarte Türschlösser, die per Smartphone gesteuert werden.  Oftmals werden Sicherheitsbedenken als Grund aufgeführt, sich gegen diese Smartphone-Innovationen zu entscheiden, was im Umkehrschluss aber bedeuten könnte, dass die Technologie von ekey, die mit fälschungssicheren Fingerabdrücken arbeitet, auf größere Resonanz stoßen wird.

Smart-Homes werden immer mehr Realität in Europa. Myxyty ist ein französisches Unternehmen für Heimautomatisierung, das es Hausbesitzern ermöglicht, mit einer einzelnen App beinahe jedes Gerät in ihrem zu Hause zu steuern und auch der schwedische Möbelgigant IKEA hat diesen Trend für sich entdeckt: 2015 hat das Unternehmen angekündigt, dass es eine Reihe seiner Möbel mit einer Funktion ausstatten wird, Geräte drahtlos aufzuladen.

Marken sollten sich des potenziellen Misstrauens von Verbrauchern gegenüber einer Technologie bewusst sein, die derart wichtige und konkrete Pflichten wie das Verschließen ihrer Haustüren übernimmt. Doch es scheint, dass der Aufstieg von Smart-Homes nicht mehr zu stoppen ist und die Marken sich entsprechend darauf vorbereiten sollten.

Alex Strand ist Mintels Trend Analyst für die Region Europa. Er untersucht Änderungen im Verhaltensmuster von Verbrauchern, um so neue Trends zu entdecken und auszumachen. Er veröffentlicht seine Beobachtungen auf der Plattform Mintel Trends, die sich mit Innovationen, kreativen Marketing-Kampagnen und Produkteinführungen auseinandersetzt, um Kunden Anhaltspunkte für aktuelle Trends zu geben.

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