In unserem monatlichen Blogeintrag „Hotspots“ stellen wir die Top-Trends und Produktinnovationen vor, die Mintel Trends Experten auf dem weltweiten Markt identifiziert haben.

Anti-A Gin

Ein Gin gegen Hautalterung, „Anti-a Gin“, kann seit neuestem im Vereinigten Königreich erworben werden. Das Produkt soll laut Hersteller „die alkoholische Entsprechung der Anti-Ageing-Creme“ sein. Das Getränk wird mit purem Kollagen destilliert und enthält eine Reihe an verjüngenden pflanzlichen Inhaltstoffen wie Zaubernuss, Teebaum, Brennnessel, Kamille und Gotu Kola sowie traditionelle Inhaltsstoffe von Gin wie Wacholder, Angelikawurzel und Koriander.

„Gin hat in den vergangenen Jahren zwar an Beliebtheit gewonnen, ist jedoch nach wie vor mit negativen Assoziationen behaftet. Laut dem Mintel-Bericht White Spirits and RTDs UK 2015 (Weiße Spirituosen und Alkopops) sind 45 % der britischen Verbraucher der Meinung, Gin sei altmodisch, während mehr als die Hälfte glaubt, Gin sei ein „Altherrengetränk“. Um dem entgegenzuwirken, werden derzeit von mehreren Herstellern ausgefallene Gin-Produkte auf den Markt gebracht. Verbraucher wünschen sich mehr Kreativität von ihren bevorzugten Marken sowie Mehrwert und Komfort. Produkte, die mehrere Funktionen auf hohem Niveau erfüllen, werden erfolgreich sein.“

Catherine Cottney Trends Manager, Europe

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Porsche zum Teilen

Porsche hat eine App und eine Online-Plattform entworfen, mit denen Gleichgesinnte ein Modell der Sportwagenikone gemeinsam finanzieren und fahren können. Bis zu vier Personen, die jeweils einen monatlichen Betrag zahlen, können sich mit diesem Finanzierungsmodell einen Porsche teilen.

Die Share Economy blüht in der stark vernetzten Welt der Gegenwart regelrecht auf. Die Kosten für sehr große Anschaffungen werden zunehmend von mehreren Verbrauchern geteilt. Marken wie Porsche stellen daher lieber selbst ein Modell zur gemeinsamen Nutzung zur Verfügung, statt dies eventuell dritten Anbietern zu überlassen.

Alex Strang Trends Analyst, Europa

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Fußballfans mit Mikrochip

Der Fußballclub Atlético Tigre aus Buenos Aires zieht in Erwägung, seinen Fans einen implantierbaren Mikrochip anzubieten, mit dem sie schneller ins Stadion gelangen können. Der Zweck des Chips soll nicht darin bestehen, Fans zu überwachen, sondern vielmehr grundlegende Informationen über sie zu erhalten. 

„Tigre’s Mikrochip scheint eine gute Methode zu sein, Fußballfans bei Veranstaltungen eine sicherere Umgebung zu bieten. Anderswo gab es bereits ähnliche Initiativen; das Fußballteam von Budapest nutzt beispielsweise Biotechnologie. Marken könnten von dieser Taktik profitieren, solange sie ihren Fans versichern, dass solche Geräte ihrem Schutz und nicht ihrer Überwachung dienen.

Graciana Mendez Trends Analyst, Lateinamerika

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Tinte für Blinde

Eine Zusammenarbeit zwischen J. Walter Thompson Bangkok und der Fakultät für Wissenschaft und Technologie der Thammasat University hat vor kurzem die weltweit erste druckbare Blindenschrift-Tinte hervorgebracht. Mit der Tinte können gewöhnliche Drucker Wörter und Bilder ausdrucken, die von Sehbehinderten abgetastet werden können.

Unterrepräsentierte Verbrauchergruppen werden weltweit präsenter und erhalten mehr Aufmerksamkeit. Marken sollten diese Gruppen stärker in den Fokus rücken und ihr Angebot anpassen, damit sie eine größere Zielgruppe ansprechen können. Mit dieser Vorgehensweise können Marken nicht nur ihren Marktanteil vergrößern, sondern auch von der ethischen Tragweite eines solchen Schrittes profitieren.“

Delon Wang Trends Manager, Asien-Pazifik

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