Nach dem Revival von Style- und Beauty-Trends des vergangenen Jahrhunderts – vom Boho der 70er bis hin zu den Retro-Styles der 90er – haben sich bei jungen, modebewussten Frauen Flechtfrisuren zu einem beliebten Look entwickelt. In London sind nach den inzwischen bereits etablierten Blow Dry Bars 2015 zahlreiche Pop-up Braid Bars entstanden. Diese Läden bieten verschiedenste Flechtfrisuren an und haben sich zum beliebten Anlaufpunkt in Sachen Haarstyling entwickelt. Ob französisch, holländisch oder Fischgrät: Die Namen der Frisuren, die man sich flechten lassen kann, reichen von „Claudia“ bis „Kate“, benannt nach den Supermodels. Auch die Promis haben den Trend für sich entdeckt, wie Instagram-Fotos belegen, auf denen Stars wie Kim Kardashian, Miley Cyrus und Cara Delevingne ihre neuesten Flechtfrisuren präsentieren.

HEUTE HAARE, MORGEN DAS KOMPLETTE OUTFIT

Der Mintel Report Experience is All (Erlebnis ist alles) legt dar, dass eine Steigerung der Umsätze im Einzelhandel vor Ort letztlich nur möglich ist, wenn es gelingt, die Verbraucher vom Online-Shopping wegzulocken und wieder für das persönliche Erlebnis im Geschäft zu begeistern. Ketten wie Topshop, Selfridges und Harvey Nichols nehmen gerne Braid Bars in ihre Geschäfte auf und arbeiten mit Flechtexperten wie Sarah Hiscox und Willa Burton von „The Braid Bar“ sowie „Keash Braids“ oder der Friseurkette „Hershesons“ zusammen. Im Flagship Store von Topshop am Oxford Circus wurde im April die erste Braid Bar von Hershesons eröffnet. Weitere 10 werden landesweit folgen. The Braid Bar hat sich bis Ende des Sommers bei Selfridges einquartiert.

EINZIGARTIGER SERVICE MIT PERSÖNLICHEM TOUCH

Neben einer breiten Palette an kreativen Flechtmustern bieten die Braid Bars ihrer Kundschaft auch eine große Auswahl an Haarkreiden zum Haarefärben sowie Klammern, Ringe und Pompons für die Frisuren. Eine Terminvereinbarung ist für den Service, der in der Regel um die 15 Minuten in Anspruch nimmt, nicht nötig – eine äußerst flexible, schnell zugängliche und erschwingliche Angelegenheit. Laut dem Mintel Report Women’s Haircare UK 2015 (Haarpflege bei Frauen GB 2015) empfinden 40 % der Frauen bestimmte Frisuren als zu kompliziert, um sie zu Hause nachzumachen. Daraus ergibt sich durchaus eine gewisse Bereitschaft bei den Frauen, in einen solchen persönlichen Frisurenservice mit Preisen ab 20 Euro zu investieren. Auch Blow Dry Bars und Friseursalons greifen diesen Trend inzwischen auf, um ebenfalls von diesen Kundinnen zu profitieren.

FESTIVAL-CHIC

Der Sommer ist nicht nur die perfekte Jahreszeit und die Festivalsaison, sondern auch ein Laufsteg für die neuesten Styles. Mode und Beauty werden bei Festivals zu klaren persönlichen Statements, mit bunten und kreativen Designs, Mustern und Make-up. Auch das Haarstyling ist dabei nicht zu vernachlässigen, sodass der Braid-Trend auch den Weg aus der Stadt auf die Festivals gefunden hat. The Braid Bar war beispielsweise beim Urban Fete Greenwich vertreten und wird auch bei den Festivals The Secret Garden Party und Port Eliot zu finden sein. Das Pop-up Hotel bot beim diesjährigen Glastonbury Festival sowohl Blow-Dry- als auch Braid-Bar-Services an, sodass die trendigen Besucher nicht einmal das Festivalgelände verlassen mussten, um das Salon-Feeling zu genießen. Inzwischen erfreuen sich die Pop-up Braid Bars großer Beliebtheit bei Festival-Besuchern und anderen Kunden, die einfach einen frischen neuen Look wollen.

Charlotte Libby, Senior Beauty Analyst bei Mintel, ist zuständig für die Generierung und Analyse einer breiten Datenbasis zu den Beauty-Märkten, z. B. Verbrauchertrends, Produktumsätze und neue Innovationen. Libby begann 2013 bei Mintel als Analystin für die Bereiche Beauty & Personal Care sowie Household & Personal Care und hat sich inzwischen auf den Bereich Beauty spezialisiert.

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