Durch einen “Clean Label”-Ansatz bei Energy Drink Innovationen können sich Hersteller von ihrer Konkurrenz differenzieren und ein stärkeres Interesse an solchen Produkten bei gesundheitsbewussten Verbrauchern wecken.

Da Konsumenten nach gesünderen Alternativen suchen, wird Zucker, ein wichtiger Bestandteil von Energy Drinks, auf den Prüfstand gestellt. Beispielsweise stimmen fast zwei Drittel der deutschen Verbraucher, die Energy Drinks oder Shots trinken, überein, dass der enthaltende Zuckergehalt sie davor abschreckt dieser Getränke regelmäßig zu konsumieren. Zudem sind Verbraucher zunehmend besorgt über den Koffeingehalt in Energy Drinks.

Zucker-Debatte fördert Nachfrage nach zuckerarmen Alternativen

Als Energiequelle wird Energy Drinks in der Regel zusätzlicher Zucker (wie beispielsweise Glukose) hinzugefügt. Die Prävalenz von zugesetztem Zucker in der Ernährung hat weltweit Schlagzeilen gemacht, was zu neuen Initiativen rund um korrekte Produktkennzeichnungen und Steuern auf zuckerhaltige Getränke geführt hat. In vielen Ländern wurde die sogenannte Zuckersteuer eingeführt, um den Zuckerkonsum zu senken. Informationen über hinzugefügten Zucker auf Nährwertetiketten in den USA, sowie Steuern auf zuckerhaltige Getränke werden die Innovationen rund um niedrigen, keinen und reduzierten Zuckergehalt bei Energy Drinks weltweit fördern.

Koffeininnovation außerhalb von Sport- und Energy Drinks

Eine beträchtliche Anzahl der britischen Verbraucher ist sich einig, dass einige Energy Drinks besorgniserregende Mengen an Koffein enthalten. Daher bietet sich eine Marktchance für Marken, die ihre Kunden über den Koffeingehalt ihrer Produkte informieren. Hersteller von koffeinhaltigen Produkten können beispielsweise Koffeinskalen auf der Verpackung abdrucken. So können Verbraucher schnell und einfach prüfen, wie viel Koffein in einem bestimmten Produkt enthalten ist.

Einige Verbraucher bevorzugen sogar gänzlich koffeinfreie Energy Drinks. Marken können bei koffeinfreien Produkten mit pflanzlichen Inhaltsstoffen wie Maca, Ginseng und Kurkuma experimentieren. Botanische Inhaltsstoffe verleihen Energy Drinks ebenfalls ein positives, natürliches Erscheinungsbild, was wiederum dem Markenimage zugute kommt.

Energy Drinks mit natürlichen Formulierungen und niedrigem Zuckergehalt, sowie natürliche Koffeinalternativen könnten neue Konsumentengruppen ansprechen und beispielsweise gut mit aktiven, aber gesundheitsorientierten Verbrauchern harmonisieren. Durch einen “Clean Label”-Ansatz bei Energy Drink Innovationen können sich Hersteller von ihrer Konkurrenz differenzieren und ein stärkeres Interesse an solchen Produkten bei gesundheitsbewussten Verbrauchern wecken.

Emma Schofield ist eine Global Food Science Analystin bei Mintel. Sie ist auf Ernährung, Gesundheit & Wellness, Zutaten & Zusatzstoffe sowie Lebensmittelkennzeichnung und -regulierung spezialisiert. Vor Mintel war Emma als Lebensmitteltechnologin für einen großen Einzelhändler in Großbritannien tätig, wo sie für die Produktqualität und -sicherheit, sowie die Einhaltung der internen Markenstandards zuständig war.

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